Hallo und willkommen zurück!

Erinnerst Du Dich an meinen Post Ein Kompliment? WordPress hatte mir vorgeschlagen auf die Frage zu antworten, was das netteste Kompliment sei, dass ich je bekommen habe. Nicht immer können wir Komplimente aber einfach so annehmen. Und manchmal fühlen wir uns durch sie sogar unwohl. 

In meinem letzten Post Once upon a time there was no hero (leider noch nicht auf deutsch erhältlich) schrieb ich über folgende Situation: Du selbst findest Dich nicht besonders liebenswert, jetzt kommt jedoch eine Person daher, die Dir sagt, sie mag Dich sehr. Heißt dass nicht automatisch, dass einer von euch beiden lügt? 

Heute würde ich gerne diese Aspekte etwas näher betrachte – aber bevor ich starte kommt hier eine Warnung: der heutige Post hat eine kleine Aufgabe für Dich. Mehr dazu später denn jetzt heiße ich dich erstmal willkommen zu:

Über Dein Spiegelbild und Kapern

Wusstet Du dass wir im Grunde genommen Vampire sind? Wir saugen zwar kein Blut (zumindest ich nicht, wenn das Dein Ding ist dann nur zu, solange Du niemanden ohne seine Zustimmung verletzt…) – die Legende sagt jedoch, dass Vampire kein Spiegelbild haben. Und auch wir sind nicht in der Lage, uns selbst im Spiegel zu sehen. 

Natürlich sehen wir etwas  – aber nicht wirklich uns sondern unsere Reflexion und diese ist im wahrsten Sinne des Wortes gespiegelt.  Wir sehen uns also anders als andere Leute uns wahrnehmen. 

Übrigens ist meiner Meinung nach dieser „Spiegeleffekt“ dafür verantwortlich dass so viele von uns nicht mögen, wie wir in Fotos aussehen. 

Das gleiche gilt auch für unsere Stimme. Auf der Arbeit verbringe ich viel Zeit am Telefon und seit Jahren bekomme ich Komplimente für meine Stimme. Ich bekomme Dinge gesagt wie „oh, ich könnte Ihnen den ganzen Tag zuhören. Sie können mir das Telefonbuch vorlesen und ich würde es Stunden lang anhören….“  Komplimente, die ich nicht schwierig finde zu akzeptieren, denn wenn ich Aufzeichnungen meiner Stimme höre bin ich – um es vorsichtig auszudrücken – nicht der größte Fan. 

Zwei Beispiele die zeigen, dass es einen Unterschied gibt in der Eigen- und der Fremdwahrnehmung. 

Eine kleine Anekdote. Vor einer Weile fand das folgende Gespräch statt:

Patient: Ich verstehe nicht wirklich, warum Menschen mich mögen, ich finde mich nicht besonders liebenswert.

Arzt: Mögen Sie Kapern?

Patient: Ja, die großen schon.

Arzt: Warum?

Patient: Ich weiß es nicht, ich mag sie einfach.

Arzt: Sehen Sie – Sie sind eine Kaper. Manche Menschen mögen Sie und manche eben nicht. 

Wenig überraschend: ich war der Patient. Bis zum heutigen Tag bin ich begeistert von dieser einfachen Frage ob ich Kapern mag. Sie hat mir eine Menge Denkanstöße gegeben und ich denke oft daran. Um mich immer daran zu erinnern, dass ich eine Kaper bin, werde ich mir eines Tages auch ein Kapern Tattoo stechen lassen (wenn ich genug Geld dafür gespart habe. Also falls Du zufällig was dazu spenden möchtest, sag mir Bescheid ;-))

Es gibt einen einfachen Weg herauszufinden, was andere an Dir mögen. Na, hast Du eine Idee? 

Ich hoffe, Du bist schneller drauf gekommen als ich, denn ich hab ziemlich lange gebraucht. Die Antwort ist einfach: Frag einfach die Leute um Dich herum, Deine Freunde, Deine Familie…

Ja ich weiß, das klingt einfacher als es wirklich ist. Aber glaub mir, wenn Du Deine Angst überwunden hast, dass man Dir vorwirft, Du würdest „fishing for compliments“ betreiben wirst Du die Übung mögen.

Mir wurde es in der Klinik beigebracht Male Dich selbst auf ein Blatt Papier (und wenn nur als Strichmännchen). Dann gib das Papier anderen Personen und lass sie positive Attribute die sie mit dir verbinden aufschreiben. 

Schon als ich die Übung das erste Mal machte war ich überrascht – es hat ein paar Aspekte meiner Persönlichkeit hervorgebracht, die mir nicht so bewusst waren, oder die ich nicht für wirklich besonders hilt. 

Noch heute frage ich ab und an die Menschen von denen ich weiß, dass sie mich mögen nbc ihren Gründen. Vor allem in den Zeiten, in denen ich nicht vergesse, was lecker an Kapern ist. 

Und hier jetzt meine Aufgabe für Dich: Ich möchte, dass Du drei Personen (Freunde, Familie, Kollegen) fragst, was diese an dir mögen. 

Wenn Du magst erzähl mir, wie es Dir damit gegangen ist per Email an ally@allys-adventures.com oder in den Kommentaren.

Ich hoffe, der heutige Post hat Dir gefallen.

Deine

A. 

Ich hatte ja schon berichtet, dass ich versuche, die Bilder zu meinen Posts selbst zu gestalten. Hier ein kleiner Einblick wie das dann schon mal aussieht.

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