Ich trage ein weißes Kleid,
makellos und rein, wie die unschuldigste Seele.
Darin betrete ich den Raum,
in dem er auf mich wartet.
Seine Küsse schmecken wie Karamell,
nach Flucht und einem Vorgeschmack des Himmels.
Ich schließe die Augen,
um die Schlange nicht mehr zu sehen,
die sich um seinen Arm windet.
Ist es seine Stimme oder die des Reptils,
die mir das Paradies verspricht,
süße Sünden flüstert sie mir ins Ohr.
Er reicht mir einen Becher, gefüllt bis zum Rand mit einer goldenen Flüssigkeit.
Ich leere ihn ohne zu zögern, plötzlich erfüllt von Erkenntnis.
Aber ich ignoriere auch diese, wie zuvor die Schlange
Und sinke stattdessen tiefer in den Abgrund seiner Umarmung.
Der Geruch von Schwefel dringt in meine Nase,
ich starre in dunkle Augen, leuchtend wie Glut.
In dem Moment in dem er in meinen Armen stirbt werden sie weiß,
und ich muss mir eingestehen,
dass niemals er der Böse in dieser Geschichte war.
Die Schlange kriecht langsam zu mir,
zärtlich liebkost sie meine nackte Haut.
Und letztendlich offenbart sie mir,
dass ich eine Dämonin bin,
die die Engel zu Fall bringt.


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